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Der Geruch vom Keller

Eine Erinnerung an die Großmutter und an die Wintervorräte.

Wenn ich heute eine Treppe in einen alten Keller hinabsteige, bin ich für einen Augenblick wieder dort. Es riecht nach Erde, nach Äpfeln, nach den Holzregalen meiner Großmutter, in denen die Einmachgläser standen.

Sie hatte den ganzen Sommer gesammelt: Mirabellen aus dem eigenen Garten, Pfifferlinge vom Waldrand, Saure Gurken aus dem Schrebergarten. Jedes Glas trug ein winziges Etikett mit Datum, und sie schrieb das Datum mit derselben sanft schiefen Schrift, mit der sie auch ihre Briefe an meinen Vater schrieb.

Heute habe ich keinen Keller mehr. Aber wenn ich im Februar einen Apfel anschneide, denke ich an sie. Es muss nicht viel sein, manchmal genügen sieben Quadratmeter Erde und ein wenig Zeit, um aus einem Sommer einen Winter zu machen.

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